Fahrradsicherheit für Kleinkinder und Babys

Fahrradsicherheit für Kleinkinder und Babys

Die meisten Eltern haben lebhaft ihre eigenen Fahrradfahrversuche vor Augen, wenn sie ihrem eigenen Kind das Fahren beibringen. Neben Stürzen und aufgescheuerten Knien sorgen die Versuche auch dafür, dass sich die ganze Familie Jahre später noch mit einem Schmunzeln daran erinnert. Wenn Ihr Kind das Fahrradfahren lernt – ob auf dem Zwei- oder dem Dreirad –, unterstützen Sie es nach Kräften. Und vergessen Sie nicht: Radfahren ist keineswegs einfach und erfordert seine Zeit.

Bevor Ihr Kind selbst Fahrrad fährt, möchten Sie es vielleicht auf Ihrem Rad mitnehmen. Warten Sie damit jedoch, bis es mindestens ein Jahr alt ist. In diesem Alter kann es ohne Unterstützung aufrecht sitzen und seine Halsmuskulatur ist stark genug für einen leichten Helm. Denken Sie daran, dass Ihr Kind selbst mit dem stabilsten Fahrrad und einem perfekt sitzenden Helm einer Verletzungsgefahr ausgesetzt ist, wenn Sie die Kontrolle über Ihr Fahrrad verlieren oder von einem Fahrzeug erfasst werden.

Zum Schutz Ihres kleinen Reisegefährten haben Sie folgende Möglichkeiten:

1. Nutzen Sie einen Hinterrad-Kindersitz,

der sicher über dem Hinterrad befestigt ist. Am Hinterrad sollte ein Speichenschutz angebracht werden, damit die kleinen Hände und Füße nicht in die Speichen kommen können. Der Sitz sollte eine hohe Rückenlehne und einen robusten Schultergurt haben, sodass Ihr Kind bequem darin schlafen kann und gleichzeitig geschützt ist. Einige Eltern bevorzugen für den Transport ihrer Kinder einen geschlossenen Fahrradanhänger aus Canvas oder langlebigem Kunststoff. Dieser Fahrradanhänger aus Metall wird an der Hinterradachse des Fahrrads befestigt und ist sehr robust und stabil. Die Räder des Anhängers liegen weit auseinander, was ein Umkippen des Anhängers fast unmöglich macht. Ihr Kind befindet sich auch hier angegurtet im Sitz. Nachteilig sind allein die Kosten, die bei etwa 300 € oder mehr liegen.

2. Setzen Sie Ihrem kleinen Passagier einen leichten Helm für Kleinkinder bzw. Kinder auf,

um bei einem Unfall dem Risiko einer Kopfverletzung vorzubeugen bzw. es zu minimieren. Fahrradgeschäfte haben eine bessere Auswahl an geeigneten Helmen als Spielzeuggeschäfte. Bitte versuchen Sie es zuerst dort. Die Verkaufsmitarbeiter des Fahrradgeschäfts können Sie in Bezug auf die geeignete Passform und richtige Anpassung fachkundig beraten. Kinderhelme sollten nach der Norm EN 1078 sicherheitsgeprüft und entsprechend gekennzeichnet sein.

3. Setzen Sie Ihr Kind in den Kindersitz und

schließen Sie sämtliche Verschlüsse des Sicherheitsgurts.

Wenn Ihr Kind bereits laufen, klettern, springen und einen Ball schießen kann, ist es bereit für ein Dreirad. Denn dann kann das Kind auch in die Pedale treten. Die meisten Kinder sind im Alter zwischen zwei und vier Jahren soweit. Wenn Kinder so weit entwickelt sind, sind sie jedoch oft schnell unterwegs, was das Sturzrisiko erhöht. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Kind einen sicherheitsgeprüften Helm trägt, der bequem und sicher sitzt.

Wichtig bei Dreirädern: Kaufen Sie ein Dreirad, das nicht zu hoch ist und große Räder hat. Andere Kinder im Alter Ihres Kindes sind vielleicht schon auf kleinen Fahrrädern mit Stützrädern unterwegs. Bleiben Sie ruhig beim Dreirad. Es ist stabiler und fällt nicht so leicht um.

Lassen Sie Ihr Kind nur an sicheren Orten fahren, wie auf den Gehwegen in Ihrer Nachbarschaft. Bleiben Sie immer in der Nähe Ihres Kindes, damit Sie es im Blick haben.

Ein Kleinkind auf einem Dreirad auf der Straße fahren zu lassen, ist keine gute Idee. Selbst unter Aufsicht ist es eine schlechte Idee: Das Kind denkt vielleicht, es sei sicher, weil Sie da sind.

Es ist Ihnen natürlich ohnehin klar, aber wir möchten es dennoch erwähnen: Neben einem Pool oder in der Nähe von Autos Dreirad zu fahren, ist ebenfalls nicht sicher. Ein Kind auf einem Dreirad sitzt sehr tief und kann beispielsweise leicht von einem ausparkenden Autofahrer übersehen werden.

Bestehen Sie darauf, dass Ihr Kind immer einen Helm trägt, selbst wenn es nur auf Ihrer Auffahrt fährt.

Im Alter von fünf oder sechs Jahren lernen die meisten Kinder dann, auf einem Fahrrad mit Stützrädern zu fahren. Die nötige Balance, um ein Fahrrad auch ohne Stützräder zu fahren, haben Kinder erst im Alter von sechs bis sieben Jahren.

So erkennen Sie, ob ein Fahrrad die richtige Größe für Ihr Kind hat: Dafür soll sich das Kind auf den Sattel setzen und mit den Händen zum Lenkrad greifen. In dieser Position soll es mit seinen Fußballen noch den Boden berühren können.

Seien Sie Ihrem Kind ein gutes Vorbild und gehen Sie stets mit gutem Beispiel voran: Tragen Sie beim Fahrradfahren immer einen Helm – egal ob Sie allein oder in Gesellschaft unterwegs sind.

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