Vorbereitung auf das erste Stillen des Babys

Vorbereitung auf das erste Stillen des Babys

Die Milch einer Mutter hat eine einzigartige Zusammensetzung, die genau auf das eigene Baby abgestimmt ist. Darüber hinaus enthält die Muttermilch alle benötigten Nährstoffe und eine Reihe von Abwehrstoffen gegen Krankheitserreger, die entscheidend zur Gesundheit eines Säuglings beitragen. Das Stillen kann für Sie und Ihr Baby zu einer angenehmen Erfahrung werden.

Die Momente, in denen Sie Ihr Baby die ersten Male stillen, sind etwas ganz Besonderes. Durch das Stillen entsteht eine einzigartige Nähe. Es ist natürlich wundervoll, dass Sie Ihrem Baby die Nährstoffe geben, die es benötigt, um zu wachsen und sich zu entwickeln, aber die innige Zeit, die Sie miteinander verbringen, ist genauso wichtig.

Vielleicht brauchen Sie am Anfang etwas Übung und Unterstützung, aber eine Vielzahl von Gründen spricht für das Stillen.

 

Vorteile, die das Stillen für Mütter mit sich bringt

Auch für Sie als Mutter bringt das Stillen eine Reihe von Vorteilen mit sich. Neben der Nähe, die Sie zu Ihrem Neugeborenen erleben, wird durch das Stillen die Rückbildung der Gebärmutter auf die vorgeburtliche Größe gefördert.

Außerdem senkt Stillen das Risiko für Brustkrebs und andere Erkrankungen wie Osteoporose.

Stillen kann Ihnen auch dabei helfen, wieder einige der Pfunde loszuwerden, die Sie während der Schwangerschaft zugenommen haben. Denn beim Stillen wird das  verbrannt, das der Körper in der Schwangerschaft als „Reserven“ für die Stillzeit angelegt hat.  Stillen trägt dazu bei, dass Sie genau im richtigen Tempo abnehmen.

 

Was Sie beim ersten Stillen erwartet

In den ersten Tagen produziert der Körper das Kolostrum. Diese dickflüssigere, gelbliche Muttermilch ist reich an Eiweiß und Antikörpern und stärkt das Immunsystem Ihres Neugeborenen.

Kolostrum ist die erste Nahrung, die ein Baby zu sich nehmen sollte und gleichzeitig ein ausgezeichneter Schutz gegen Krankheiten. Der anfangs noch kleine Magen kann in den ersten Tagen auch nur kleine Portionen aufnehmen. Deshalb braucht es keine großen Mengen, aber häufige kleine Mahlzeiten.

Durch häufiges Anlegen in den ersten Tagen wird sich die Milchproduktion gut aufbauen. Aber auch nach dem „Milcheinschuss“ möchte das Baby weiterhin oft gestillt werden- in der Regel acht- bis zwölfmal innerhalb von 24 Stunden. Auch für Ihre Brust ist es angenehmer, wenn keine langen Pausen zwischen den Stillmahlzeiten liegen.

Die richtige Muttermilch sieht anders als das Kolostrum aus. Normale Muttermilch sieht in etwa so aus wie Magermilch: Sie ist dünnflüssiger und weiß-bläulich gefärbt.

 

Für eine gute Milchproduktion sorgen

Wenn Sie stillen, ist eine gute Ernährung, viel Flüssigkeit und vor allen Dingen Ruhe sehr wichtig für Ihr Wohlbefinden. Schlafen Sie, wenn Ihr Baby schläft, und nehmen Sie gesunde Getränke zu sich. Wasser, Tee (außer Salbei- und Pfefferminztee) und Saftschorlen sind immer eine gute Wahl. Und denken Sie daran, sich zu entspannen.

Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie müssen auf keine bestimmten Lebensmittel verzichten. Manche Babys reagieren beim Stillen etwas empfindlich auf bestimmte Ernährungsgewohnheiten ihrer Mutter. Die meisten vertragen aber alles, was Sie essen.

Normalerweise passt sich Ihr Körper dem Hunger Ihres Babys an: Wenn Ihr Baby nicht sehr viel Milch trinkt, wird Ihr Körper auch nicht viel Milch produzieren, und wenn Ihr Baby sehr viel Milch trinkt, wird Ihr Körper sehr viel davon produzieren.

 

Wann Sie Ihr Baby stillen sollten

Stillen Sie Ihr hungriges Neugeborenes, wann immer es danach verlangt. In den ersten Tagen wird Ihr Baby nicht viel zu sich nehmen. Das liegt daran, dass sein Magen noch klein ist. Aber es wird oft gestillt werden wollen. Die meisten Neugeborenen müssen zehn- bis zwölfmal innerhalb von 24 Stunden oder alle ein bis drei Stunden gestillt werden.

Wecken Sie Ihr Baby gegebenenfalls zum Stillen auf, falls es länger als drei Stunden am Tag oder vier Stunden in der Nacht schläft, wenn sich Ihre Milchproduktion gerade aufbaut. Besprechen Sie sich mit ihrer Hebamme oder einer Stillberaterin, wenn sie sich Sorgen machen, ob ihr Baby ausreichend und lange genug an der Brust trinkt.

 

Wie viel ist genug?

Neben einer guten Gewichtsentwicklung, gibt es noch mehr Anzeichen an denen sie erkennen, dass ihr Kind genug Muttermilch zu sich nimmt. Wenn Sie es beim Saugen schlucken hören, wissen Sie genau, dass jetzt „gegessen“ wird. Wenn Ihr Baby nach dem Stillen entspannt und zufrieden wirkt ist das ein Hinweis darauf, dass es satt geworden ist. Wenn sein Bauch voll und die Windel sauber ist, wird es vermutlich sofort nach dem Stillen einschlafen.

 

Woran Sie noch erkennen können, dass Ihr Neugeborenes genug zu essen bekommt:

   •    Ihr Baby „schafft“ sechs nasse Windeln pro Tag, nachdem Ihre Milchproduktion sich eingependelt hat. Außerdem produziert es bis zum Alter von sechs Wochen täglich drei oder mehr fünf lockere, gelbliche Stuhlgänge. Nach den ersten sechs Wochen kann die Stuhlfrequenz auch deutlich abnehmen und auch Pausen von sieben und mehr Tagen sind normal.

   •    Der Urin ist hellgelb, jedoch nicht dunkelgelb oder orange.

   •    Nach jedem Stillen fühlen sich Ihre Brüste weich und entspannt an

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