responsive

Enies Tagebuch: Meine bewegende Reise nach Kenia

Die diesjährige Aktionsbotschafterin Enie van de Meiklokjes war in Kenia, wo sich Pampers für UNICEF im Kampf gegen Tetanus bei Müttern und Neugeborenen engagiert. Auf ihrer Reise durch das ostafrikanische Land hat die TV-Moderatorin viele Menschen getroffen, intensive Gespräche geführt und sich ein Bild von der Impfsituation gemacht. In ihrem Tagebuch schildert sie, welche Erlebnisse ihr besonders im Gedächtnis geblieben sind. 

Warum ich mich für die Aktion einsetze

Als Mama zweier Babys weiß ich: Jede Mutter möchte, dass ihr Kind gesund aufwächst. Kenia hat zwar in diesem Jahr den Tetanus-Eliminierungsstatus der WHO erreicht*, Geburten finden aber immer noch häufig zu Hause unter unhygienischen Bedingungen statt. Wenn die Nabelschnur zum Beispiel mit einem nicht sterilen Messer durchtrennt wird, können Tetanussporen in den Blutkreislauf des Babys gelangen. Deshalb ist die Initiative wie die von Pampers für UNICEF so wichtig: Es gilt aufzuklären, Versorgungswege auszubauen und Impfungen zu ermöglichen.

Tag 1: Millionenmetropole Nairobi

In Nairobi prallen buchstäblich Welten aufeinander. Am Straßenrand wechseln sich Plakate westlicher Marken mit einfachen Markständen ab, dazwischen Hühner, Ziegen und andere Tiere. Wir haben dort das Mukuru Gesundheitszentrum besucht, wo Schwangere unter anderem kostenlos gegen Tetanus geimpft werden. Der Schutz überträgt sich für zwei Monate auf ihr Baby.
Das Problem: Die meisten Frauen wissen nichts von dieser Möglichkeit. Joseph Mukutu, Leiter des Gesundheitszentrums, engagiert sich gemeinsam mit Freiwilligen dafür, dass sich das ändert.

Wartende Frauen im Mukuru Gesundheitszentrum, Nairobi
Wartende Frauen im Mukuru Gesundheitszentrum, Nairobi

 

Tag 2: Narok County

Weiter geht es in Richtung Westen zum Transmara Krankenhaus in Kilgoris. Hier finden monatlich über 100 Geburten statt, außerdem fungiert die Klinik als Zentrallager für Impfstoffe, die in die gesamte Umgebung verteilt werden – bis zu 70 Kilometer weit.

Frauenpower in Angata

Dass Transportwege im ländlichen Kenia viel Zeit in Anspruch nehmen, wird mir spätestens auf der Fahrt über holprige, löchrige Pisten nach Angata klar. Dafür werden wir dort mit Tanz und Gesang in Empfang genommen – Gastfreundschaft wird hier großgeschrieben.

Die meisten der freiwilligen Gesundheitshelfer, die wir nun treffen, sind männlich, weil Männer vom Volk der Kalendjin zwar autoritär, aber gleichzeitig auf das Gemeinwohl bedacht sind. Warum Helferinnen trotzdem wichtig sind, erklärt mir eine von ihnen, Regina Langat: Frauen können sich bei Themen wie Schwangerschaft und Geburt besser gegenseitig unterstützen und als lebendes Beispiel Mythen rund um die Impfungen entkräften.

Empfang mit Gesang und Tanz in Angata
Empfang mit Gesang und Tanz in Angata

 

Tag 3: Kerinkani Gesundheitsstation

Nach unserem Besuch der Gesundheitsstation, die in Form von Untersuchungen und Impfungen essenzielle Arbeit leistet, lerne ich Emily Ruto (35) und ihren Mann David (45) kennen. Die Geschichte der beiden verdeutlicht, welches Leid ein paar einfache Injektionen abwenden können.

Bis ihr fünftes Kind zur Welt kam, hatten die beiden noch nie etwas von Tetanus gehört. Dann infizierte sich ihr Sohn bei der Geburt. Ein freiwilliger Gesundheitshelfer, der zu Besuch kam, erkannte die Symptome der Krankheit. Trotzdem verstarb der neugeborene Sohn im Krankenhaus.

Jetzt ist Emily wieder schwanger, diesmal aber geimpft, und soll ihre zweite Tetanusspritze am nächsten Tag im Rahmen eines mobilen Impfeinsatzes erhalten. Hoffentlich wird sie den Weg auf sich nehmen.

Gespräch mit Emily vor ihrer Hütte
Gespräch mit Emily vor ihrer Hütte

 

Tag 4: mobile Impfung in Cheputiat

Im kleinen Ort Cheputiat wird im Freien geimpft. Meine Freude ist groß, als ich dort Emily treffe – und andere Mütter, die mir erzählen, warum viele Frauen Schwierigkeiten haben, Vorsorge- und Impftermine wahrzunehmen: Sie setzen mehrstündige Fußmärsche voraus und bedeuten einen Verdienstausfall für diese Zeit. Hinzu kommen Aberglaube und fehlende Informationen. Einmal mehr verstehe ich, dass der Kampf gegen Tetanus auf vielen Ebenen stattfinden muss.

Tag 4: mobile Impfung in Cheputiat
Frauen warten in Cheputiat auf ihre Impfung

 

Mein Fazit

Die Kenianer sind wahnsinnig freundlich, offen und herzlich. Gleichzeitig müssen viele Frauen einiges aushalten, um ihre Kinder zu schützen. Da ist es besonders schön, mit eigenen Augen zu sehen, dass durch die Initiative von Pampers und UNICEF bereits wichtige Schritte im Kampf gegen Tetanus realisiert werden konnten. Jetzt heißt es, diesen Weg mit vereinter Kraft weiterzugehen.

* Eliminieren bedeutet, die Fälle von Tetanus bei Neugeborenen auf weniger als einen Fall pro tausend Lebendgeburten in jeder Region eines Landes zu reduzieren. Dies wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kontrolliert. 

Das könnte Sie auch interessieren: