
Ich kenne ein ganz zuckersüßes dreijähriges Mädchen, das für sein Alter schon sehr großzügig ist … es sei denn, jemand aus ihrer Spielgruppe möchte mit ihrem Kaufladen spielen. In solchen Fällen wirft sie sich über den Kaufladen, nur damit andere Kinder nicht damit spielen können.
Warum reagiert ein eigentlich liebes Kind so? Dieses Verhalten steht für das Verhalten einer ganz normalen Dreijährigen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie egoistisch oder gefühllos ist, ihr Denkvermögen ist vielleicht einfach nicht ausgereift genug, um sich in die Lage des Kindes versetzen zu können, das mit ihrem Spielzeug spielen möchte.
Das können Sie tun:
1. Ein gutes Vorbild sein
Versuchen Sie, selbst ein gutes Vorbild zu sein. Ihr Kind sollte Sie dabei beobachten können, wie Sie Dinge mit Ihrem Partner, anderen Kindern und sonstigen Personen teilen. Machen Sie Ihr Kind auch aktiv auf solche Situationen aufmerksam.
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2. Gutes Verhalten loben
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Achten Sie außerdem auf Situationen, in denen Ihr Kind Dinge mit anderen teilt, ob nun mit einem anderen Kind, einem Erwachsenen oder auch mit Ihnen. Loben Sie es und erwähnen Sie, wie toll es das gemacht hat. Dadurch wird es auch in der Zukunft lieber teilen.
3. Möglichst viele Spielverabredungen organisieren
Spielverabredungen bieten Kindern eine fantastische Möglichkeit, ihre sozialen Fähigkeiten in Situationen zu üben, die ihre Eltern beaufsichtigen und bei Bedarf auch ein wenig steuern können.
4. Etwas für alle
Den meisten Streit gibt es, wenn zwei Kinder gleichzeitig dasselbe Spielzeug haben wollen. Um solche Situationen zu vermeiden, können Sie beide Kinder einfach mit dem gleichen Spielzeug spielen lassen („So, du bekommst fünf Bauklötze zum Spielen und Luisa bekommt von uns auch fünf Bauklötze.“).
5. Jeder ist mal dran
Bis zum Alter von drei oder vier Jahren verbringen Kinder einen Großteil ihrer Spielzeit damit, parallel zu spielen (sie spielen in Gegenwart eines anderen Kindes unterschiedliche Spiele nebeneinander – und nicht dasselbe Spiel zusammen). Sie sollten sich diese Tatsache ins Gedächtnis rufen, wenn Sie versuchen, zwei Zweijährige dazu bewegen möchten, zusammen zu spielen und sich ein Spielzeug zu teilen. Wahrscheinlich werden Sie dabei enttäuscht werden.
6. Vorbereitet sein
Manche Spielsachen sind einfach zu wertvoll für Ihr Kind, besonders dann, wenn sie neu sind oder Ihr Kind sehr daran hängt. Bevor Sie also der Gastgeber einer Spielverabredung sind, nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um mit Ihrem Kind darüber zu reden. Fragen Sie Ihr Kind, ob es Spielzeug gibt, das es auf keinen Fall mit seinem Freund teilen möchte. Falls dem so ist, legen Sie dieses Spielzeug weg und holen Sie es erst nach der Spielverabredung wieder hervor.
7. Realistisch sein
Setzen Sie Ziele für Ihr Kind, aber achten Sie darauf, dass Ihre Erwartungen realistisch sind. Mit ein wenig Geduld, viel Unterstützung Ihrerseits und jeder Menge Liebe wird es nicht lange dauern, bis Ihr Kind alle grundlegenden Fähigkeiten erlernt hat, die es sein ganzes Leben lang begleiten werden.

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