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Umgang mit Fieber bei Neugeborenen und Babys

2 Min. LesezeitAktualisiert am März 28, 2018

Fieber ist ein Zeichen dafür, dass der Körper Ihres Kindes gegen eine Infektion kämpft. Das Fieber selbst ist keine schwere Krankheit. Eine leicht erhöhte bis mittlere Temperatur ist eine normale Abwehrreaktion des Körpers bei allen normalen Kinderkrankheiten.

Fieber bei Säuglingen

Fieber muss bei Säuglingen, die jünger als zwei Monate sind, sehr ernst genommen werden. Rektal (im After) gemessene Temperaturen zwischen 37,6 und 38,5° Celsius werden als erhöht bezeichnet. In diesem Alter sollte noch kein Ohrthermometer verwendet werden.

Was Sie tun können

Ziehen Sie Ihrem (jünger als zwei Monate alten) Baby bei erhöhter Körpertemperatur zu warme Kleidung aus und kontrollieren Sie diese 15 bis 20 Minuten später erneut. Schauen Sie den gesamten Körper Ihres  Babys an, ob Sie Hautveränderungen erkennen können. Auf eine veränderte Atmung mit Atemgeräuschen können Sie achten. Wenn dies auftritt und die Temperatur bei der Kontrolle nicht wieder auf einem normalen Niveau ist oder das Baby lethargisch ist und keine Nahrung zu sich nehmen möchte, sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.

Was Sie Ihrem Arzt sagen sollten

Informieren Sie Ihren Arzt über folgende Dinge: Isst das Baby gut, lässt es sich leicht wecken, ist es lebhaft oder zeigt es andere Anzeichen einer Krankheit? Sie sollten außerdem erwähnen, ob das Baby in den letzten ein bis zwei Wochen Kontakt zu kranken Menschen hatte und den Arzt darüber informieren, falls es chronische Gesundheitsprobleme hat.

Fieber bei älteren Babys und Kleinkindern

Als Faustregel gilt: Temperaturen ab 38,5° Celsius deuten auf eine ernstere Erkrankung hin als Körpertemperaturen darunter. Letztlich sagt jedoch das Gesamtbefinden mehr über die Schwere der Erkrankung aus als die Höhe des Fiebers. Kinder fiebern schnell, auch bei eher harmlosen Infekten.

Was Sie tun können

  • Einem Baby sollten Sie niemals Aspirin verabreichen. Bei Babys bis 3 Monate sollte das Kind auf alle Fälle einem Kinderarzt vorgestellt werden. Bei älteren Kindern können Sie auf zusätzliche Symptome achten.

  • Bei älteren Kindern kann bei Bedarf Paracetamol oder Ibuprofen zum Fiebersenken gegeben werden.

  • Korrekt angelegte Wadenwickel können die Körpertemperatur bis zu 1 Grad senken. Diese können nur angelegt werden, wenn die Extremitäten warm sind. Beginnt Ihr Kind zu zittern oder zu frieren, sollten Sie es zudecken. Wenn das Fieber seinen Gipfel erreicht hat, öffnen sich die Gefäße in Armen und Beinen und der Körper kann die überschüssige Wärme abgeben, das heißt er „entfiebert“. Wenn das Kind nicht mehr friert, decken Sie es nur leicht zu. Seien Sie aufmerksam und achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Kindes.

  • Der Begriff des „Heilfiebers“: der Körper versucht mit Hilfe des Fiebers die Erreger zu bekämpfen. Bei 37 Grad sind die Wachstumsbedingungen für die Bakterien und Viren am besten. Ab 38,5 Grad haben die Erreger keine Überlebenschance. Deshalb sollten Sie das Fieber immer nur nach dem Gesamtzustand Ihres Kindes senken. Wenn es Ihrem Kind gut geht, kann das Fieber tagsüber dazu beitragen, die Infektion zu bekämpfen. Für die Nacht gilt, ab 39 Grad Fieber sollten Sie ein fiebersenkendes Medikament geben.

Was Sie Ihrem Arzt sagen sollten

Behalten Sie die Körpertemperatur Ihres Kindes genau im Auge. Wenn Sie anfangen, sich ernsthaft Sorgen zu machen oder Ihr Baby krank aussieht, sollten Sie umgehend Ihren Arzt kontaktieren.

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