Die 1., 2. und 3. Schwangerschaftswoche (1.–3. SSW)

| Meilensteine der 1.–3. SSW |
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| Was passiert in der 1.–3. SSW? |
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Dein Körper |
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| Tipp der Woche | Schon bei bestehendem Kinderwunsch empfiehlt sich die Einnahme von Folsäure. |
Was passiert in deinem Körper in der 1. bis zur 3. Schwangerschaftswoche?
Der erste Blick auf einen positiven Schwangerschaftstest gehört wohl zu den grössten Momenten im Leben. Von nun an passiert in jeder Schwangerschaftswoche Unglaubliches! In unserem Schwangerschaftskalender kannst du von der 1. bis zur 40. Woche nachlesen, was dich in dieser besonderen Zeit erwartet.
Die Berechnung der Schwangerschaftswochen
Da bei einigen Frauen die Periode eher unregelmässig einsetzt, ist es manchmal gar nicht so leicht, zu ermitteln, ob und ab wann man schwanger ist. Für die Berechnung der Schwangerschaftswochen ist es nicht ausschlaggebend, wann die Eizelle befruchtet wurde, denn man zählt die Wochen ab dem ersten Tag der letzten Periode. Somit liegen die 1. und 2. Schwangerschaftswoche vor der eigentlichen Befruchtung. Daraus ergeben sich insgesamt 10 Monate (Mondmonate) oder 40 Wochen, die man kurz als SSW bezeichnet. Früher zählte man ab dem Tag der Befruchtung. Wundere dich also nicht, wenn manchmal noch von 38 Schwangerschaftswochen oder 9 Monaten gesprochen wird. Ausgehend von der letzten Monatsblutung kann man sogar schon den Geburtstermin errechnen:
| erster Tag der letzten Monatsblutung − 3 Monate + 7 Tage + 1 Jahr = ET |
Diese Formel geht allerdings davon aus, dass der Zyklus einem durchschnittlichen 28-tägigen Rhythmus folgt. Das hört sich alles kompliziert an? Ist es auch! Einfacher geht es mit unserem Schwangerschaftsrechner. Für eine genaue Aussage ist es also wichtig zu wissen, wann der erste Tag der letzten Periode war. Ausserdem ist ein regelmässiger Zyklus Voraussetzung. Wirklich aussagekräftig ist aber nur eine Ultraschalluntersuchung bzw. die Einschätzung deines Gynäkologen/deiner Gynäkologin. Und sogar dann ist der errechnete Geburtstermin nur ein Anhaltspunkt, denn lediglich 4 % aller Kinder werden genau an diesem Tag geboren. Die meisten Babys erblicken in einem Zeitraum von 14 Tagen um das errechnete Datum herum das Licht der Welt.
Was passiert in der 1.–3. Woche deiner Schwangerschaft?
Wenn von der 1. und 2. Schwangerschaftswoche gesprochen wird, bist du noch gar nicht wirklich schwanger. Du wirst also in dieser Zeit weder erste Anzeichen noch Symptome, wie Übelkeit oder ein Ziehen im Bauch, spüren. Aber dein Körper bereitet sich in der 1. und 2. rechnerischen SSW bereits auf die Empfängnis vor. Im Eierstock reifen mehrere Follikel heran. Diese Eibläschen sind mit Flüssigkeit gefüllt und tragen jeweils eine Eizelle in sich. Zeitgleich wird die Gebärmutterschleimhaut dicker und besser durchblutet. Die Stunde Null schlägt mit dem Eisprung um die Mitte deines Zyklus herum – also 2 Wochen (genauer 12–16 Tage) vor Beginn deiner nächsten Periodenblutung. Das Ei wandert Richtung Gebärmutter. Die Befruchtung ist dann der magische Moment, in dem der männliche Samen auf die Eizelle trifft. Wenn sich Samen und Eizelle berühren, kommt es zur Verschmelzung beider und der Prozess der Zellteilung – und damit die Entstehung eines neuen Lebens – kann beginnen. Nach ca. 30 Stunden teilt sich die befruchtete Eizelle zum ersten Mal. Von nun an teilen sich die Zellen etwa alle 20 Stunden erneut. Ab diesem Zeitpunkt – also ungefähr in der 3. Woche nach Beginn deiner letzten Periode – bist du offiziell schwanger. Im Augenblick der Vereinigung von Samen- und Eizelle wird bereits das Geschlecht des Kindes festgelegt. In der Samenzelle befindet sich ein X- oder ein Y-Chromosom, während die Eizelle nur mit einem X-Chromosom ausgestattet ist. Wird die Eizelle von einem Spermium mit einem Y-Chromosom befruchtet, entsteht eine XY-Kombination und in den folgenden Wochen wächst ein männlicher Embryo heran. Trifft ein X-Chromosom auf ein weiteres X-Chromosom, entsteht ein weiblicher Embryo.
1.–3. Schwangerschaftswoche: Der Schwangerschaftstest
Einen Schwangerschaftstest zu Hause zu machen, ist der einfachste und schnellste Weg herauszufinden, ob du schwanger bist. Richtig zuverlässig ist ein Test aus der Apotheke erst ab dem Ausbleiben deiner Periode, da erst ab diesem Zeitpunkt im Urin der sogenannte hCG-Wert eindeutig nachweisbar ist. Dieser steigt ab der 3. SSW sichtlich an und ist ein Anzeichen für die erfolgreiche Befruchtung. Für ein sicheres Ergebnis solltest du dich also lieber in Geduld üben und nicht zu früh zum Schwangerschaftstest greifen. Für den Heimtest solltest du ausserdem den Mittelstrahl des Morgenurins verwenden, da hier die höchste Konzentration des Schwangerschaftshormons zu finden ist. Die Zuverlässigkeit von Schwangerschaftstests liegt heute bei gut 99 Prozent. Allerdings kann immer etwas schiefgehen oder der Test wird zu früh oder falsch durchgeführt. Wenn du ganz sichergehen möchtest, solltest du einen Bluttest bei deinem Frauenarzt/deiner Frauenärztin machen. Besonders in der sehr frühen Phase kann dieser bereits Aufschluss über eine bestehende Schwangerschaft geben. HCG lässt sich nämlich bereits sechs bis neun Tage nach der Befruchtung im Blut nachweisen. Im Ultraschall wird man in der 3. SSW noch nichts erkennen können. Ab der 5. Schwangerschaftswoche kann man eine Fruchtblase sehen und ab der 7. Woche entdeckt man möglicherweise schon einen Herzschlag. Spätestens dann ist klar: Du bist schwanger!
Unterteilung der 40 Schwangerschaftswochen in Trimester
Die 40 Schwangerschaftswochen oder 10 Monate werden in drei Trimester unterteilt:
Dein Körper in der 1.–3. Schwangerschaftswoche
In der 1. echten SSW (oder rechnerisch der 3. SSW) wirst du wahrscheinlich noch keine Symptome oder Anzeichen der Schwangerschaft spüren. Falls du aber zu den Frauen gehörst, die regelmässig ihre Temperatur messen – zum Beispiel zum Zweck der Verhütung –, wirst du feststellen, dass nach einer erfolgreichen Befruchtung deine Temperatur kurz vor der zu erwartenden nächsten Periode nicht wie üblich absinkt. Sie bleibt auf einem höheren Niveau. Die Körpertemperatur liegt normalerweise zwischen 36,5 und 37 Grad Celsius und steigt nach dem Eisprung oder einer erfolgreichen Befruchtung um ca. 0,5 Grad an. Dies kann aber auch schon durch eine beginnende Erkältung ausgelöst werden und ist daher kein zuverlässiger Hinweis auf eine Schwangerschaft. Einige Frauen bemerken bereits sehr früh (allerdings erst nach der rechnerisch 3. Woche) erste Symptome wie Unterleibsschmerzen oder vermehrten Ausfluss. Ein Ziehen im Unterleib wird meist durch die Dehnung der Mutterbänder und das Wachstum der Gebärmutter ausgelöst. Hormonelle Veränderungen können in der Schwangerschaft zu mehr Ausfluss führen. Auch Übelkeit tritt in der Regel erst nach der 3. Schwangerschaftswoche auf. Davon sind ungefähr 80 % aller Frauen im ersten Trimester betroffen. Verantwortlich hierfür ist der rasche Anstieg des Schwangerschaftshormons hCG im Körper. Einige Frauen beginnen mit aufkommendem Kinderwunsch bereits gesünder zu essen. Auf diese Umstellung kann der Körper mit Durchfall reagieren. Dies reguliert sich aber von selbst, sobald er sich auf die neue Ernährung eingestellt hat. Solltest du anstelle deiner normalen Periode nur eine leichte Schmierblutung feststellen, könnte es sich hierbei eventuell um eine sogenannte Einnistungsblutung handeln. Diese unterscheidet sich in der Farbe, Stärke und Dauer von deiner normalen Periode.
1.–3. Schwangerschaftswoche: Das solltest du beachten
In der rechnerisch 1. und 2. Woche liegt noch keine Schwangerschaft vor. Der Körper bereitet sich auf den Fall der Fälle vor. Falls du schwanger werden möchtest, kannst du ihn mit ein paar Dingen dabei unterstützen:
1.–3. Schwangerschaftswoche: Fragen an deinen Arzt/deine Ärztin
1.–3. Schwangerschaftswoche: deine Checkliste
Zur Entstehung dieses Artikels: Alle Inhalte in diesem Artikel basieren auf vertrauenswürdigen, fachspezifischen und öffentlichen Quellen. Die hier aufgeführten Ratschläge und Informationen ersetzen keinesfalls die medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Konsultiere für eine professionelle Diagnose und Behandlung immer deinen Arzt bzw. deine Ärztin.
- Nolden, Annette; Prof. Dr. med. Kainer, Franz: Das große Buch zur Schwangerschaft. München. GU Verlag. 2018.

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